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3D-Drucker unsaubere Kanten! Lösung: Z-Seams

Aktualisiert am: 31.01.2023, von Marco
3D-Drucker, unsaubere Kanten. Verstehen und verbessern.

Die Kanten deines Modells sind an einigen Stellen unsauber und ausgefranst? Das liegt an der sogenannten Z-Seams-Einstellung. Ich zeige dir, wie du diese unsauberen Stellen minimieren oder gar verhindern kannst.

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Wir nutzen für den Druck Cura und ich zeige dir außerdem, wie du den Druck vorher in Cura simulieren kannst. Diese Unebenheiten könnte man auch als Hubbel oder Klumpen bezeichnen, »Seams« (Naht) ist aber hier aber der Fachbegriff.

Das Test-Modell: Kabelklemme

Kabelklemmen als Testmodell

Als Modell habe ich keinen simplen Würfel oder eine Kugel gewählt, sondern etwas aus der Praxis. Es handelt sich hier um Kabelklemmen, welche ich gedruckt habe, um hier etwas im Kabelsalat aufzuräumen. Diese Kabelklemmen habe ich mit drei Einstellungen gedruckt.

  1. Erster Druck: Benutzerdefiniert, Hinten, Intelligent verbergen.
  2. Zweiter Druck: Kürzester, Naht verbergen. Resultat: Naht am Gelenk, gefranster Rand.
  3. Dritter Druck: Schärfste Kante, Naht verbergen: Bestes Ergebnis.
Z-Naht Einstellungen in Cura. Ganz rechts das beste Ergebnis.
Info: Es gibt noch andere Einstellungen, die »unsaubere Stellen« verursachen können bzw. die Nähte reduzieren oder verstärken! Dies behandle ich in diesem Artikel allerdings nicht! Ich nutze für diesen Test ein Cura mit Standardeinstellungen! 
Info: Ich habe, den »Ersten Druck« mehrfach wiederholt, siehe Video, damit angebliche »Zufälle« ausgeschlossen sind, falls das jemand vermutet.
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Custom Seam-Settings in Cura - Druck 1 - Englisch
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Anleitung: Z-Naht-Einstellungen in Cura 5

In Cura befindet sich die Z-Naht-Einstellung (Z-Seam-Settings) momentan unter Wände (Shell). 

Was bewirkt die Z-Seam-Einstellungen / Z-Naht-Einstellung

In der englischen Dokumentation ist das gut festgehalten. Ich übersetze diese Doku einmal grob und füge meine Kommentare dazu ein.

Z-Seam-Alignment / Justierung der Z-Naht

Diese Einstellung erlaubt festzulegen, wo jeder neue Layer in der Z-Richtung startet und wo sich dann die Naht (seam) befindet. Bei simplen Oberflächen mit gleichen Layern fällt das besonders auf. Ich gebe die Optionen jeweils auf Englisch und Deutsch an.

Es gibt folgende Optionen:

  • User-specified / Benutzerdefiniert: Manuelles festlegen der Koordinaten. »Absolut« ist die Standardeinstellung. Beispiel X 100 und Y 200 wird die »Naht« auf die Rückseitenmitte verlegen.
  • Shortest / Kürzester: Der nächste Layer startet dort, wo der letzte Layer geendet hat. Das ist der schnellste Vorgang, erzeugt aber auch die sichtbarste »Naht«.
  • Random / Zufall: Hier wird der Startpunkt jedes Layers per Zufall gewählt. Eine Naht gibt es dann nicht direkt, es kann aber sein, dass du viele kleine Punkte auf der Oberfläche siehst!
  • Sharpest corner / Schärfste Kante: Diese Option verlegt den »Naht« an die schärfste Kante innen oder außen, wenn es eine solche gibt. Das ist die beste Methode, die »Naht« zu verstecken. Das siehst du auch an meinem Beispiel, denn damit gab es das beste Ergebnis!

Seam corner preference / Präferenz Nahtkante

Die Z-Naht (Z-Seam) wird so gut wie möglich reduziert und versteckt. Bei einigen Modellen kann es aber sein, dass wir zusätzliche Parameter setzen müssen, um die Naht sichtbar zu machen, wenn wir dies benötigen! Es gibt solche Fälle!

  • Keine / None: Die Naht bleibt an der »Position der Z-Naht«.
  • Naht verbergen/ Hide seam: Die Naht wird so gut wie möglich reduziert/versteckt.
  • Naht offenlegen / Expose seam: Die Naht wird so sichtbar wie möglich gemacht.
  • Naht verbergen oder offenlegen / Hide or expose: Verstecken wenn möglich, wenn nicht anders möglich, dann sichtbar.

Fazit: Die besten Einstellungen für ein sauberes 3D-Modell

Das beste Ergebnis wird meistens mit »Schärfste kante« erzielt. Das dauert aber auch länger im Druck. Es kann aber auch Modelle geben, wo du die Naht sehen willst, dann wählst du die entsprechende Option. 

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Verschiedene Drucke, 1 und 3 sind Druck 1
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Verschiedene Z-Naht-Einstellungen

So simulierst du den Druck als Vorschau

Wenn bei einem Modell trotzdem Nähte auftauchen, an Stellen wo sie extrem stören, dann empfehle ich dir die Simulation in Cura. Da siehst du genau wo der Druckkopf ansetzt und wann er von Layer zu Layer wechselt. So kann das Problem dann individuell lokalisiert werden und zwar ohne das Modell tausendmal auszudrucken! 

Nehmen wir an du hast einen störende Naht an der Nase einer Figur. Du exportierst dann einfach das Modell mit euren Einstellungen und öffnet dann die gcode-Datei wieder in Cura. Jetzt wechselst du auf den Layer, wo ca. die Naht liegt. Dann kannst du prüfen, ob eine Veränderung der Z-Naht-Einstellungen den Druckkopf wieder an der selben Stelle enden lässt oder nicht. Im Video oben zeige und erkläre ich das ganz genau.

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