Huawei MatePad 11.5 S im Test: Ein Tablet, das sich endlich richtig anfühlt
Tablets sind heute leistungsstark, schnell und technisch ausgereift.
Und trotzdem fühlen sie sich im Alltag oft falsch an – vor allem beim Lesen, Schreiben oder Arbeiten über längere Zeit.
Im Alltagstest habe ich mir das Huawei MatePad 11.5 S genauer angesehen.
Die zentrale Frage war dabei nicht: Wie schnell ist es?
Sondern: Fühlt sich das Arbeiten damit wirklich besser an als mit einem normalen Tablet oder sogar einem Laptop?
Das eigentliche Problem moderner Tablets
Das größte Problem moderner Tablets ist nicht die Leistung.
Es ist der ständige Wechsel.
Lesen auf dem Tablet, Schreiben auf Papier, Arbeiten am Laptop – und alles fühlt sich voneinander getrennt an.
Genau hier will das MatePad ansetzen: als ein Gerät für Lesen, Schreiben, Zeichnen und Arbeiten.
PaperMatte Display: Der entscheidende Unterschied
Das Herzstück des MatePad 11.5 S ist das sogenannte PaperMatte Display.
Dabei handelt es sich nicht um einen Marketing-Begriff, sondern um eine physisch veränderte Display-Oberfläche.
Durch eine mikro-geätzte Struktur wird einfallendes Licht gestreut statt reflektiert.
Das Ergebnis:
- extrem geringe Spiegelungen (unter 2 %)
- deutlich entspannteres Arbeiten für die Augen
- besonders angenehm bei Fenstern im Rücken oder im Freien
Im direkten Vergleich mit einem klassischen Tablet wird der Unterschied sofort sichtbar:
Wo andere Displays spiegeln, bleibt der Inhalt hier klar erkennbar.
Hohe Auflösung ohne Kompromisse
Trotz der matten Oberfläche bleibt die Bildqualität sehr hoch:
- 2.8K Auflösung (2800 × 1840 Pixel)
- gestochen scharfe Texte
- ideal für längeres Lesen, PDFs und Dokumente
Zusätzlich stehen mehrere augenschonende Modi zur Verfügung:
- Dark Mode
- Augen-Schonen-Modus
- E-Book-Modus für abendliches Lesen
Das Display passt sich dem Nutzungsszenario an – nicht umgekehrt.
Dünn, leicht und vielseitig: Formfaktor im Alltag
Im Alltag fällt sofort auf, wie angenehm leicht das Tablet ist:
- 6,1 mm dünn
- nur 515 Gramm Gewicht
- hochwertiges Metallgehäuse
Das macht einen großen Unterschied, wenn man das Tablet länger in der Hand hält oder häufig den Arbeitsplatz wechselt.
Mit Tastatur-Cover und Klappmechanismus ergeben sich mehrere Nutzungsmodi:
- Arbeiten wie an einem Laptop
- Zeichnen im Studio-Modus
- Lesen oder Notizen machen als reines Tablet
Zusätzlich lassen sich Inhalte per Screenshare direkt auf kompatible Fernseher oder Monitore übertragen – praktisch für Präsentationen oder gemeinsames Arbeiten.
HarmonyOS: Vertraut, schnell gelernt
Auf dem MatePad läuft HarmonyOS, das technisch auf Android basiert.
Im Alltag fühlt sich das System sehr vertraut an.
Die Bedienung erinnert stark an bekannte Tablet-Konzepte:
- intuitive Wischgesten
- klare Oberfläche
- keine lange Eingewöhnung
Ich musste nichts lernen – die Navigation war sofort logisch.
Stift & Schreibgefühl: Nah an Papier
In Kombination mit dem PaperMatte Display spielt der Stift seine Stärken aus.
Durch den leichten Widerstand auf der Oberfläche fühlt sich Schreiben und Zeichnen kontrolliert und ruhig an.
Es stehen drei austauschbare Spitzen zur Verfügung:
- Schreiben
- Zeichnen
- feine Linien
Der Stift wird magnetisch oben am Tablet oder auf der Rückseite gehalten, automatisch erkannt und ist sofort einsatzbereit.
Notes-App: Produktivität ohne Umwege
Die vorinstallierte Notes-App ist eines der stärksten Argumente für dieses Tablet.
Möglichkeiten im Alltag:
- Handschrift → Text umwandeln
- PDFs importieren und direkt bearbeiten
- Formen und Skizzen intelligent erkennen
- mathematische Formeln automatisch umwandeln
- Audioaufnahmen direkt zu Notizen hinzufügen
Besonders hilfreich ist, dass viele Funktionen ohne App-Wechsel erreichbar sind.
Das spart Zeit – und vor allem Denkaufwand.
Zusätzlich stehen kostenlose Vorlagen für Tabellen, Cover und kreative Projekte zur Verfügung.
Für Zeichnungen gibt es eine separate App mit Pinsel-, Strich- und Verwischfunktionen.
Leistung, Akku und Wärmeentwicklung
Im Performance-Test zeigte sich das MatePad sehr souverän:
- 12 GB RAM
- 128 GB oder 256 GB interner Speicher
Multitasking läuft flüssig, Apps werden nicht unnötig geschlossen.
Die Wärmeentwicklung bleibt selbst unter Last unauffällig – maximal handwarm.
Akku
- 8.800 mAh Akku
- 40 Watt Schnellladen
- ca. 85 Minuten bis voll geladen
Im gemischten Alltag (Lesen, Schreiben, Arbeiten, Medien) hält der Akku problemlos mehrere Tage durch.
Nachteile: Ehrlich bleiben
Das MatePad 11.5 S ist nicht perfekt. Zwei Punkte sollte man kennen:
Kein Google Play Store ab Werk
Stattdessen gibt es die AppGallery.
Die Lösung: Installation des Aurora Store – danach sind die meisten bekannten Apps problemlos nutzbar.
Kein SD-Slot
Der Speicher ist nicht erweiterbar.
Wer viele große Dateien nutzt, sollte direkt zur passenden Speichergröße greifen.
Diese Punkte sind kein Ausschlusskriterium, aber wichtig für die Kaufentscheidung.
Kamera & Lautsprecher
Für Meetings und Videotelefonie ist die Frontkamera völlig ausreichend.
Die Rückkamera nimmt Fotos mit bis zu 4160 × 3120 Pixeln auf und Videos in Full HD.
Vier Lautsprecher sorgen für überraschend guten Klang – deutlich besser, als man es von einem so dünnen Tablet erwarten würde.
Fazit: Weniger Geräte, mehr Fokus
Im Alltag habe ich gemerkt:
Ich brauche weniger Geräte – und habe mehr Fokus.
Das Huawei MatePad 11.5 S ist kein Tablet für alle.
Aber für alle, die:
- viel lesen
- handschriftliche Notizen machen
- zeichnen
- mobil arbeiten
ist das PaperMatte Display ein echter Unterschied.
Weniger Wechsel.
Mehr Ruhe.
Mehr Produktivität.
Preis
- Tablet ab ca. 400 €
- Stift und Tastatur separat erhältlich
Günstigster Preis
Über mich
Über den Autor

Marco testet seit über 10 Jahren Technik für euch und schreibt alle Ratgeberartikel auf dieser Seite. Er ist Medieninformatiker und betreibt den Youtube-Kanal Mega-Testberichte.
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