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Corsair MP510 M.2 SSD - Lohnt sich eine NVMe SSD? Meine Erfahrungswerte

Aktualisiert am: 25.01.2023, von Marco
Corsair MP510 im Test NVMe SSD

Wann lohnt sich eine NVMe SSD wirklich? Die Corsair MP510 M.2 NVMe SSD im Test. Meine Erfahrungswerte mit verschiedenen Programmen und kleinen Benchmarks.

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Heute gibt es mal etwas seltenes von mir. Ein kleiner Hardwaretest bzw. meine Erfahrungen mit einer NVMe SSD und zwar habe ich mir eine Corsair MP510 in der 960 GB Variante gekauft. Das ist mir wichtig, weil es sich um eine M.2 SSD handelt, welche über PCIe(PCI Express) Daten transferiert und damit einen enormen Durchsatz mit um die 3000 MB/s erreicht. Ich habe mir mehrere Modelle angeschaut und natürlich auch diverse Artikel gelesen. Mein Fazit war am Ende, dass mir dieses Modell das beste Preis- Leistungsverhältnis und solide bietet. Sie kostet momentan zwischen 130€ und 150€.

In diesem Video zeige ich den Einbau an meinem ASUS PRIME X470 Pro Mainboard und ich werde danach einige Speedtests durchführen, werde den Geschwindigkeitsunterschied mit einer Oracle Virtualbox zeigen und habe auch noch einen kleinen Performance-Test mit einer mysql bzw. mariadb gemacht. Wer von einer normalen aktuellen SATA SSD auf eine NVMe umsteigen will, damit sein Spiel schneller lädt, dem empfehle ich das Geld zu sparen. Ich persönlich sehe keinen Sinn darin mehr Geld auszugeben, nur damit Tomb Raider, Doom oder andere Spiele ein paar Sekunden schneller laden. Aber das muss jeder selbst wissen, du kannst ja mal deine Erfahrungen in die Kommentare schreiben.

Montage

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WICHTIG!
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M2 SSD

Beim ASUS PRIME X470 Pro gibt es zwei M.2 Slots und es ist hier so, dass der 2te nur SATA-Geschwindigkeit liefert, wenn der erste oder 3te PCIe Slot belegt ist! Das ist bei mir so und das steht auch im Handbuch! Wenn ich die NVMe also hier einbauen würde, dann ist das alles für die Tonne, dann hätte ich auch gleich eine normale SATA SSD nehmen können. Aus diesem Grund nehme ich natürlich den M.2 Slot 1.

 

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Mainboard
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Heatspreader

Das X470 Pro hat auf diesem Slot einen Heatspreader und da entfernen wir erst mal die Schrauben. Darunter kommt der Slot und mehrere Schrauben auf dem Mainboard zum Vorschein. Diese Schrauben ermöglichen verschiedene Größen von SSDs. Die MP510 hat den Formfaktor 2280. In diese Schraube habe ich den Abstandshalter eingeschraubt.

Als nächstes wird die SSD von oben eingesteckt und runtergedrückt. Von alleine hält sie nicht und deshalb müssen wir sie mit einer Schraube auf dem Abstandshalter fixieren. Auf der Unterseite des Heatspreaders befindet sich ein Wärmeleitpad und hier muss die Klebefolie entfernt werden. Es steht auch darauf REMOVE.

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Abstandshalter
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SSD montiert

Der Headspreader wird nun vorsichtig wieder in Position gelegt und wieder mit den Schrauben festgemacht.

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Wärmeleitpad mit Folie
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Abstandshalter

Das wars auch schon. Alles wieder angeschlossen und den PC gestartet.

Geschwindigkeitstests


Benchmarks

Als erstes habe ich unter Windows einmal einen simplen Benchmarktest mit CrystalDisk7 vorgenommen. Dabei habe ich 16MiB, 128 MiB, 1GiB und 8GiB gewählt. Die Ergebnisse und Werte seht ihr hier zusammengefasst. Beeindruckende Werte wie ihr ja selbst sehen könnt. Doch wie macht sich das jetzt in der Praxis für Anwendungen bemerkbar die hohe Schreib und Leseraten haben.

Videoschnitt, Davinci Resolve in 4K

Hier läuft alles spürbar flüssiger und Previews werden schneller generiert. Bei Davinci Resolve spielt der RAM und die Grafikkarte eine enorme Rolle. Das updated man hier zuerst, wenn es ruckelt. Die NVMe ist für mich hier nur Luxus, da es auch vorher von einer SSD schon sehr gut lief. Wie gesagt sind vor allem die Leseoperationen für Videos nun schneller. Natürlich sind auch Schreibvorgänge schneller, z.B. wenn ihr optimierte Medien generiert. Berechnungen wie in Fusion werden durch die NVMe natürlich nicht schneller!

Die virtuelle Maschine, "Oracle Virtualbox"

Meine virtuelle Maschine ist 100 GB groß und wird somit nicht im Ram gehalten. Hier habe ich den größen Geschwindigkeitanstieg gemerkt. Die VM von einer normalen 5200 Festplatte zu booten hat bist zum start eines Programms 170 Sekunden benötigt. Echt übel. Zeit die VM auf die NVMe zu verschieben. Jetzt dauert es nur noch ca. 25 Sekunden. Super Sache. Die VM in gespeichertem Zustand zu laden dauert so noch 4 Sekunden! Das war mit einer der größten Hintergrundgedanken, wieso ich mir die NVMe M.2 SSD gekauft habe.

Datenbank Mysql/Mariadb


MYSQL Benchmark

Ich wollte auch einmal wissen welchen Einfluss die NVMe auf Datenbankoperationen hat. Also habe ich einen simplen Benchmark mit sysbench gestartet. Die Parameter seht ihr im Bild in der ersten Zeile. Hier ist die NVMe etwas schneller, allerdings nicht so viel wie ich erwartet hätte. Die NVMe schafft hier z.B. 97846 Querys pro Sekunde und die normale Festplatte 85867 pro Sekunde. Insgesamt ist hier der Unterschied nicht so groß. Allerdings muss hier auch gesagt sein, das MYSQL sehr performanceoptimiert ist und viel im Cache bzw. RAM hält. Wer also MYSQL- Performance braucht, der upgraded lieber den RAM und erweitert den Cache. Die NVMe ist hier nett aber der Vorteil nur gering.

Ich bin kein Profi was Benchmarking angeht, habe aber alles mit bestem Wissen und Gewissen durchgeführt. Falls ihr etwas inkorrektes seht, hinterlasst doch einfach einen Kommentar.

Fazit

Ein Grund mir die Corsair MP510 zu kaufen war neben dem Preis auch der hohe TBW Wert von 1700TB. TBW steht für total bytes written und besagt wieviele Daten als Minimum auf die SSD geschrieben werden können. Bei 365 Tagen im Jahr, mal fünf, sind das fast 1TB pro Tag. Das erreicht kaum jemand auch nur annähernd, da die Platte selbst nur 894 GB netto Kapazität hat. Die Garantie liegt zusätzlich bei 5 Jahren oder bis erreichen des TBW Wertes. 

Mein Grundgedanke für die NVMe M.2 SSD war die Geschwindigkeit der VM und des Videoschnitts zu erhöhen. Das war das Update auch definitiv Wert. Das sind beides Anwendungen die sehr viele Daten laden und schreiben müssen und zwar so viel, das diese nicht dauerhaft im RAM gehalten werden kann. Deshalb ist hier der Vorteil auch am größten. Wenn ihr bereits eine aktuelle SSD besitzt, dann lohnt sich das Upgrade höchstens für die VM. Für alles andere hätte ich persönlich eine normale SSD gewählt, welche in der Regel günstiger sind.

Vor einem Monat hat meine allererste SSD, eine 128GB OCZ Vertex 2, den Geist aufgegeben. Ich bin jetzt mal gespannt wie lange die Corsair MP510 NVMe SSD hält bis sie den Geist dann mal aufgibt. 

Das war ein weiterer kleiner Erfahrungsbericht von mir und ich hoffe er hat dir weiter geholfen. Es gibt das Modell auch mit 480GB. 240GB ist auch verfügbar, aber von so geringen Kapazitäten halte ich heutzutage nicht mehr so viel.

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