Andoer Q666 im Test - Aluminiumstativ mit Kugelkopf und Einbeinstativ-Transformation

Andoer Q666 Stativ
Listenpreis: n. v.
Kostenlose Lieferung bereits ab 29€ Bestellwert
EUR 52,99 bei Amazon
 

Produktgallerie

Ich habe mir ein neues Stativ gekauft, weil ich ein kompaktes und leichtes Zweitstativ wollte. Mein anderes Stativ hat weit über 100€ gekostet und es handelt sich dabei um ein Stativ von Velbon mit einem Manfrotto Drei-Wege-Neiger. Dieses Mal hatte ich mir aber ein maximales Budget von 50-70 Euro gesetzt. Meine Wahl ist auf das Andoer Q666 gefallen, welches ca. 55 Euro kostet. In diesem Testbericht habe ich das Stativ und seine Funktionen einmal genau unter die Lupe genommen.

 
Info: Das Stativ ist für Amateure gedacht. Wer das Maß an 300 Euro teuren Velbon-Stativen anlegt, kann sich das Lesen dieses Testberichtes sparen :)

Lieferumfang

Lieferumfang

Der Lieferumfang ist für diesen Preis sehr umfangreich und enthält folgendes:

  1. Stativ
  2. Stativkopf (Kugelkopf)
  3. Stativtasche
  4. Tasche für den Kugelkopf
  5. Gürteltasche
  6. Anleitung (Englisch und Chinesisch)
  7. Inbusschlüssel

Hier das komplette Testvideo für euch.

 

Verarbeitungsqualität

Gelenke
Bein

​Wie gesagt kostet das Stativ ca. 55 Euro und für diesen Preis hat mich die Verarbeitungsqualität beeindruckt. Die Beine sind aus Aluminium und alles wirkt solide. Die Schraubverschlüsse für die Beine sind aus hartem Kunststoff (bei meinem teuren Stativ ist das auch so).   

Info: Es gibt das Stativ auch mit Karbon, Modellname Q666C: http://amzn.to/2lyGgU2 . Allerdings ist der Preis mehr als doppelt so hoch. Mir persönlich reicht das Alustativ vollkommen aus.

Stativ und Kopf

Kugelkopf
Stativ

Die Stativbeine bestehen aus vier Elementen mit vier Schraubverschlüssen. ​Um das Stativ aufzubauen, muss jedes Stativbein erst einmal ausgeklappt werden und anschließend muss der schwarze Verschluss heruntergedrückt werden. Dieser sorgt nämlich dafür, dass die Beine festgestellt sind. Das ist etwas schwer zu beschreiben, deswegen empfehle ich euch unbedingt mein Video oben.

Verschluss zu
Verschluss offen

Wie ihr in den Bildern seht, gibt es zwei Kerben um den Verschluss einzurasten. Die erste Position ermöglicht einen höheren Stand und zweite Kerbe erlaubt dann noch einen flacheren Stand.

Flach
Normal

​​Jedes Bein besteht aus vier Sektionen die einzeln herausgezogen werden können. Um eine Sektion herauszuziehen, muss zuerst der Schraubverschluss gelöst werden. Dann wird das Bein herausgezogen und dann wird der Schraubverschluss wieder festgeschraubt. Achtet immer darauf, dass der Schraubverschluss wirklich angezogen ist. Ist der Schraubverschluss nämlich an einem Bein nicht angezogen und ihr belastet das Stativ, dann fällt es logischerweise um. Das ist bei allen Stativen so, welche diesen Schraubmechanismus nutzen.

Stativ in voller Größe

​Das Stativ ist in voller Größe, d.h. mit ausgefahrenen Mittelsäule, 143 hoch (bis zur Fläche auf welcher der Kopf aufliegt). Der Kugelkopf selbst ist 9 cm hoch. Die Höhe der ausgezogenen Mittelsäule beträgt 40 cm.

 
Schraube
Kugelkopf

Im Lieferumfang ist ein sogenannter Kugelkopf enthalten. Dieser verfügt über ein 1/4 Zoll Gewinde auf der Unterseite und kann abgeschraubt werden. Das Stativ selbst besitzt eine 1/4 Zoll Schraube auf die der Kopf aufgeschraubt wird. Es gibt so also auch die Möglichkeit andere Köpfe mit dem Stativ zu nutzen. Das ist nicht selbstverständlich, denn ich habe schon Stative gesehen wo der Kopf fest verbaut ist.

 

Wechselplatte

Die Schnellwechselplatte ist mit einer Spannvorrichtung gesichert. Zum Lösen und Feststellen der Schnellwechselplatte gibt es eine Schraube an der Seite. Die Schnellwechselplatte hat ein 3/8 Zollgewinde, so wie es fast an jeder Kamera, auf der Unterseite, vorhanden ist. Die Kamera wir dann einfach auf die Schnellwechselplatte geschraubt. Die Schnellwechselplatte hat außerdem zwei silberne Schrauben auf der Unterseite, welche ein Herausrutschen der Platte verhindern. Auf der Platte sind dann noch vier Gummipads, welche auch dafür sorgen das alles weniger verrutschen kann. Im Video oben sieht man das recht gut.

 
Kopf seitlich
Kugelkopf Wechselplatte

Wie ihr in den Bildern sehen könnt hat der Kopf zwei kleine Wasserwaagen. Einmal an der Feststellschraube für die Schnellwechselplatte und einmal oben neben der Platte. Der Kugelkopf hat drei Einstellschrauben (klein, mittel, groß). Die größte Schraube (mit den Pfeilen) löst den Kugelkopf und erlaubt eine Positionierung des Kopfes. Nach der gewünschten Positionierung wird sie wieder festgezogen. Die kleinste Schraube (im Bild links von der großen Schraube) ist für die Rotation des Kopfes zuständig. Wird sie gelockter, so lässt sich der Kopf rotieren. Wird sie dann wieder fest angezogen, so lässt sich der Kopf nicht mehr rotieren. Die letzte, mittelgroße Schraube (im Bild hinter der kleinen Schraube) regelt die Sensibilität, mit welcher der Kugelkopf eingestellt wird. Dazu muss die große Schraube natürlich gelöst sein. Umso fester diese Sensibilitätsschraube  angezogen wird, umso schwerer lässt sich der Kugelkopf einstellen. Dies dient zur Feinjustierung.

Gradzahlen am Kopf

​Eine Sache die ich im Video vergessen habe ist die Gradanzeige auf dem Kopf. Im Bild seht ihr eine Einbuchtung und links davon eine Zahl, die noch verdeckt ist. Durch den drehbaren Kopf können sehr gut Panaoramareihen gemacht werden.

Auf dem Gold gefärbten Bereich sind Zahlen abgedruckt. Die Skala sieht so aus: 0 30 60 90 120 150 180 150 120 90 60 30 

 

 

Einbeinstativ

Einbeinstativ seitlich
Einbeinstativ 

Das Stativ kann auch als Einbeinstativ genutzt werden. Für diesen Preis einfach top. Ein Stativbein ist oben golden eingefärbt. Dieses Bein kann im Uhrzeigersinn herausgeschraubt werden und fungiert dann als Einbeinstativ. Dieses Bein hat oben eine 1/4 Zollschraube, so dass auch der Kugelkopf aufgeschraubt werden kann. Diese ist mein persönliches Lieblingsfeature dieses Stativs.

Sonstiges

Haken

Einbeinstativ Gewinde

Die Füße des Stativs sind aus Gummi und laufen spitz zu. Die Füße können nicht abgeschraubt werden. Leider habe ich kein Foto von den Füßen, im Video oben seht ihr sie aber genau. Die Mittelsäule hat unten einen Haken. Ich habe das Ganze abgeschraubt, damit ich euch das Innere zeigen kann. Wie ihr seht, befindet sich dort eine Feder. Wird der Haken mit Gewicht belastet, so fährt dieser aus. Entfernt man das Gewicht, verschwindet er wieder und stört nicht. Ich persönlich finde diese Lösung wirklich sehr praktisch.

 

Mittelsäule

Die Mittelsäule des Stativs besteht aus zwei Elementen. Sie wird nach demselben Prinzip ausgefahren wie die Stativbeine. Einfach den Drehverschluss aufschrauben, Säule herausziehen und dann den Verschluss wieder zudrehen. Die Länge der Mittelsäule beträgt, wie bereits erwähnt, 40 cm.

 

Wackeltest

Ich habe das Stativ auch etwas auf Stabilität getestet in dem ich daran gewackelt habe. Die Ergebnisse dieses Wackeltest habt ihr oben im Video gesehen. Ihr müsst euch bewusst sein, dass dieses Stativ sehr leicht ist und für schwerer Kameras meiner Meinung nach nicht geeignet ist. Der Hersteller gibt eine maximale Belastung von 15 Kg an. Ich persönlich nutze auf dem Stativ meine EOS 550D +Objektiv. Ich komme dabei maximal auf ein Gewicht von 2 Kilogramm. Bei diesem Gewicht empfinde ich alles als stabil.

Wenn ich die Mittelsäule voll ausfahre und sich auf dem Stativkopf eine Kamera mit 1,5 Kg Gewichte befinden, dann schwingt das Ganze bei mir ca. 2 Sekunden nach.

 

Fazit

Das Preis/Leistungsverhältnis des Q666 ist extrem gut. Für 55 Euro bekommen wir ein Stativ, welches sich schnell zum Einbeinstativ umbauen lässt. Außerdem bringt das Stativ bereits einen Kugelkopf mit sich. Das Zubehör ist auch großzügig, denn eine Tragetasche für das Stativ sowie ein Schutzbeutel für den Kopf und eine Gürteltasche sind auch dabei. Mit Gürteltasche ist die schwarze Tasche gemeint. Ich weiß zwar nicht ob diese dafür gedacht ist, allerdings hat sie bei mir an den Gürtel gepasst und ich konnte das Stativ dort mit einem Bein reinstecken. Also quasi wie mit einem Holster.

Die Verarbeitung wirkt hochwertig und das Stativ wiegt mit Kopf ca. 1,5 Kilogramm. Der Kopf alleine wiegt 324 Gramm. Das abgeschraubte Bein bzw. Einbeinstativ wiegt ohne Kopf 242 Gramm. Es gibt dieses Stativ scheinbar in zwei Versionen. Einmal unter dem Namen Q666, wo dann Alu als Material zum Einsatz kommt und einmal als Q666C wo dann Karbon genutzt wird. Die Karbonvariante kostet allerdings doppeltsoviel. Mir persönlich reicht auch die preiswertere Alu-Variante. Das Stativ wird außerdem von unterschiedlichen Herstellern und zu unterschiedlichen Preisen angeboten. Ich habe mir den günstigsten Preis auf Amazon herausgesucht. 

Ich bin außerordentlich zufrieden mit meinem neuen Stativ. Falls ich weitere Infos zum Stativ bekomme oder ich mit der Zeit Nachteile feststellen sollte, dann aktualisiere ich diesen Artikel.

 

Produkttyp: 

Neue Testberichte

Der beste 3D-Drucker für wenige Geld 2018 - Creatlity Ender 3 im Test

Der beste 3D-Drucker für wenig Geld 2018 - Creatlity Ender 3 im Test - (Ender 3 Serie 1)

Ich habe mir nach stundenlanger Recherche einen 3D-Drucker gekauft. Für mich persönlich ist der Creality Ender 3 das preiswerteste(und für den preis, das beste) Modell 2018. Im ersten Teil meiner Ender 3 Serie zeige ich euch den Aufbau. ...weiterlesen
HAICE MP3-Player

HAICE MP3-Player - Preiswerter Mp3-Player aus China im Test

Heute teste ich einen MP3-Player aus China von HAICE. Er kostet nur 30 Euro und in diesem Test schaue ich mir genau an was ein solch preiswertes Modell zu bieten hat. ...weiterlesen
Lilliput A7s Field-Monitor

Lilliput A7s Field-Monitor/Feld-Monitor im Test - Preiswerter externer Monitor für die Kamera

Der Lilliput A7s ist ein preiswerter Field-Monitor, welchen ich in meinem kleinen Studio nutze. Heute gibt es den großen Testbericht dazu. ...weiterlesen
Neewer Kamera-Slider

Neewer Kamera-Slider, Kameraschiene, Dolly im Test - Aus Carbonfaser und Aluminium

Nachdem mein selbst gebauter Slider nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht hat, habe ich mir einen preiswerten Slider von NEEWER gekauft. Diesen habe ich ausführlich getestet. ...weiterlesen